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Nachteilsausgleich

Definition / Ziel

Ziel der Regelung ist eine korrekte Umsetzung der vom Gesetzgeber vorgesehen Maßnahmen für alle Lernenden mit „Funktionsbeeinträchtigungen“, „Behinderung“ oder mit besonderen Schwierigkeiten beim Lesen und/oder Rechtschreiben.

Mit der Regelung Nachteilsausgleich werden insbesondere folgende Kriterien des Hessischen Referenzrahmens Schulqualität umgesetzt:

  • VII.1.3 Die Schülerinnen und Schüler mit besonderen Stärken und Schwächen erreichen Ergebnisse, die ihren Lernvoraussetzungen entsprechen. 
  • VII.5.2 Die Schule trägt zur Verringerung von ungleichen Bildungschancen und Benachteiligungen bei.

Prozessverantwortung

  • Fachlehrer
  • Klassenleitung
  • Schulleitung
  • SSA

Einzuhaltende Standards

  1. Initiative durch die Eltern bzw. den volljährigen Schüler oder die Klassenkonferenz (Anhörung der Eltern vor der Festlegung der Maßnahmen)
  2. Stellung eines formlosen Antrags (Begründung und Stellungnahme) für den Nachteilsausgleich von dem Schüler/den Erziehungsberechtigten an den Schulleiter mit der Bitte um Weiterleitung an das SSA.

    Hinweis: Art des Nachteilsausgleichs kann hier nicht gewählt werden; dieses erfolgt durch die Klassenkonferenz

  3. Tagung der Klassenkonferenz  mit Begründung und Stellungnahme zum Nachteilsausgleich; Feststellung/Prüfung,

    • ob der Nachteilsausgleich notwendig ist und
    • welcher Nachteilsausgleich (Stufe 1, 2 oder 3) bewilligt werden soll

    • Bewilligung oder Ablehnung des Antrags vom SSA
    • die Bewilligung gilt für die gesamte Oberstufe.

Die Art des Nachteilsausgleichs reicht nicht aus / zeigt nicht das gewünschte Ergebnis

Reicht die Art des Nachteilsausgleichs für den Schüler in der Praxis nicht aus, muss ein neuer Antrag an das SSA über die Art des neuen Nachteilsausgleichs mit Begründung und Stellungnahme gestellt werden.

Dokumentation im Zeugnis

Ein Nachteilsausgleich der Stufen 1 und 2 benötigt keinen Vermerk im Zeugnis (Grund: der Schüler erbringt dieselbe Leistung wie die Mitschüler (z. B. PC ohne Rechtschreibhilfe)).

Ein Nachteilsausgleich der Stufe 3 muss im Zeugnis vermerkt werden: „Von den allgemeinen Grundsätzen der Leistungsbewertung wurde im Fach … / in den Fächern … abgewichen“. (Grund: der Schüler erbringt nicht dieselbe Leistung wie die Mitschüler (z. B. PC mit Rechtschreibhilfe)).

Abschlussprüfung

  • Beantragung des Nachteilsausgleichs durch die Eltern bzw. den volljährigen Schüler. Die Prüfungskommission entscheidet, ob ein Nachteilsausgleich gewährt wird
  • alle Maßnahmen des Nachteilsausgleichs (Stufe 1, 2 und 3) in Abschlussprüfungen müssen von der Schule an das SSA zur Genehmigung gemeldet werden.

  1. Schritt: Der Antrag wird zunächst dem Prüfungsvorsitzenden (Schulleiter) vorgelegt, der diesen an das SSA weiterleitet.
  2. Schritt:

    • Anträge der Stufe 1 verbleiben im SSA;
    • Bei einem Nachteilsausgleich der Stufen 2 und 3 leitet das SSA den Antrag an das Kultusministerium weiter.

Evaluation

Die Maßnahmen müssen in einem Förderplan aufgenommen, halbjährlich evaluiert/abgestimmt und ggf. verändert werden.