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Radko-Stöckl-Schule in Melsungen

Zukunftsweisende Fertigungstechnik an der Radko-Stöckl-Schule

18.05.2017

Im Unterricht der Fachoberschule Technik der Radko-Stöckl-Schule kann dank der Unterstützung des Fördervereins und der Fa. Dr. Karl Wetekam & Co. KG Fertigung mit dem 3D-Drucker erlebt werden.

Schüler der Radko-Stöckl-Schule mit einem 3D-Drucker

v.l.n.r.: Lukas Sinning, Fabian Sinning (ehemalige Schüler der RSS), Jörg Eutenreuter (Dr. Karl Wetekam & Co. KG), Markus Gille (Stellvertretender Schulleiter), Michael Breiter (Koordinator der FOS Technik)

Anders als bei den spanenden Fertigungsverfahren, bei denen das fertige Produkt entsteht, indem Späne mittels Bohren, Drehen oder Fräsen abgetragen werden, wird bei der Fertigung in einem 3D-Drucker das Produkt durch Hinzufügen von Material erzeugt.

„In erster Linie freut es uns natürlich, dass die Fa. Dr. Karl Wetekam & Co. KG mit dem 3D-Drucker etwas dazu beitragen konnte, in die Zukunft der jungen Menschen zu investieren.

Heutzutage werden viele Prototypenkonstruktionen mit CAD-Programmen wie Solid Works erstellt und einfach ausgedruckt. Es ist erfreulich, dass die Schülerinnen und Schüler diesen Prozess in den grundlegenden Funktionen an der RSS erlernen. Sie sind damit in vielen Bereichen für die Industrie gut aufgestellt. Auch im Hinblick auf den Meilenstein Industrie 4.0“, erläutert Jörg Eutenneuer von der Fa. Dr. Karl Wetekam & Co. KG.

Der 3-D-Drucker steht auch im Zentrum eines Projektes für das kommende Schuljahr in der Fachoberschule Technik. Die Lernenden sollen darin das Chassis für einen Quadcopter mit einem CAD-Programm am Computer entwickeln und mit dem 3-D-Drucker herstellen.

„So werden aus den Ideen der Lernenden in kurzer Zeit reale Produkte zum Anfassen - was sich sehr positiv auf den Lernprozess auswirkt“, freut sich Michael Breitner, Koordinator der FOS-Technik, über die Spende und die Unterstützung durch den Förderverein.

Zusammen mit den vorhandenen elektronischen und flugtechnischen Bauteilen sollen anschließend die Flugeigenschaften des Quadcopters getestet werden.

Neben den technischen Fachgebieten Elektro-, Steuerungs- und Informationstechnik sowie Mechanik, Dynamik, Festigkeitslehre, Werkstoff- und Fertigungstechnik werden dabei Kommunikations- und Arbeitstechniken trainiert, die im späteren Berufsleben unverzichtbar sind.

„Dass wir an der RSS mit Solid Works arbeiten konnten, hat mir für die Ausbildung und das Studium auch sehr viel gebracht. Toll ist, dass die Schüler demnächst die Dinge, die sie mit Solid Works zeichnen, auch mit dem 3- D-Drucker ausdrucken können“, erklärt Lukas Sinning, ehemaliger Schüler der RSS.

„Der schwerpunktübergreifende Ansatz an der Radko-Stöckl-Schule, dass Elektrotechnik und Maschinenbau mit Informatik angeboten wird, ist sehr sinnvoll für das weitere Berufsleben, ob für eine Ausbildung oder ein Studium“, betont Fabian Sinning, ebenfalls ehemaliger Schüler der RSS.

„Auch das eine Jahr Praktikum in der Klasse 11 war sehr wichtig, um einen fundierten Einblick in die Berufswelt zu bekommen“, erläutert Lukas Sinning.

„An der RSS fühlt man sich als Schüler nicht als eine Nummer unter anderen, sondern man wird individuell betreut. Darum habe ich mich wohl gefühlt. Die Verbindung zu den Lehrern war produktiv und harmonisch“, betont Fabian Sinning.

Fabian und Lukas Sinning haben die Fachoberschule Technik an der Radko-Stöckl-Schule von 2011 bis 2013 besucht. Nach erfolgreicher Ausbildung zum Mechatroniker absolvieren Sie zurzeit ein Maschinenbaustudium.