Sie sind hier: Zusammenarbeit  >  Bundespilotprojekt Technikhaus  >  Einweihungsveranstaltung
Radko-Stöckl-Schule in Melsungen

Ein Leuchtturm für mehr Nachhaltigkeit – Einweihung vom Technikhaus EnergiePLUS

Geldgeber und Planer drücken den Startknopf zur Eröffnung

Aus einer alten Hausmeisterwohnung ist an der Radko-Stöckl-Schule ein bundesweit einmaliges Schulungszentrum für regenerative Energien und Nachhaltigkeit geworden. Anhand von hocheffizienten Sanierungsstandards erlernen hier Auszubildende den fachgerechten Umgang mit innovativen Baustoffen und die Installation einer energieeffizienten Haustechnik. Durch die Dokumentation jedes Bauabschnitts bleiben die Schnittstellen zwischen den unterschiedlichen Gewerken sichtbar und begreifbar. Der Baukörper wird so zum Lernkörper. „Ziel ist es, einen Lernort zu schaffen, der nicht nur den Berufsschülern, sondern auch dem regionalen Handwerk und Bildungseinrichtungen zur Verfügung steht“, erläutert Projektleiter Markus Gille während der Eröffnungsfeier. In Zukunft werden auch Veranstaltungen zum Thema Energieeffizienz und Nachhaltigkeit in dem Gebäude stattfinden. Anhand von Modellen können sich auch Kinder spielerisch mit dem Thema auseinandersetzen.

Wie Schulleiter Bernd Richter in seiner Begrüßungsrede bei der Eröffnung des Technikhauses EnergiePLUS betonte, handelt es sich um eine Einweihung, aber nicht um eine Fertigstellung. Denn: Das Gebäude soll sich mit neuen Innovationen immer weiter entwickeln. Die gemeinsame Aufgabe sei es nun, das Haus mit Leben zu füllen.

Melsungens Bürgermeister Markus Boucsein erinnerte in seiner Rede an die vielen Gebäude aus den 70er-Jahren, die demnächst zum Verkauf stünden. Um diese energetisch zu sanieren, müsse das Handwerk die neuesten Technologien beherrschen. Vize-Landrat Winfried Becker betonte nicht nur die zahlreichen Preise, mit denen das Projekt bereits bedacht wurde, sondern auch, „dass die Energiewende von unten angegangen werden muss.“ Das Projekt der RSS wirke in diesem Sinne dem Fachkräftemangel entgegen, aber auch die beteiligten Handwerker hätten eine Menge gelernt.

Dieter Wolf, Abteilungsleiter im für Schulen zuständigen Hessischen Kultusministerium bezeichnete das Technikhaus Energie+ „als blendendes Beispiel dafür, wie man durch interdisziplinäre Zusammenarbeit junge Leute begeistern kann“. Sein Kollege Andreas Koch aus dem Hessischen Umweltministerium erinnerte daran, dass das Technikhaus Energie+ zu einer „Lehrbaustelle“ an der RSS mit ihren 1.500 Schülern und rund 100 Lehrkräften geworden sei. Hauptförderer des Projekts ist die Deutsche Bundesstiftung Umwelt. Für deren Referatsleiterin Verena Exner stach besonders die Kooperation von über 40 Partnern hervor. Diese wurden bei der Einweihung vorgestellt und bekamen ein Modell des Gebäudes als kleine Erinnerung mit nach Hause. (Text: Andreas Bernhard)

Über diesen Link finden Sie die Bildergalerie

Hier finden Sie eine Audioberichterstattung über das Technikhaus bei radioHNA


 

 

Radko-Stöckl-Schule
Deutsche Bundesstiftung Umwelt
Naturkraft Schule
Architektur: Schormann, Steube
Schwelm-Eder-Kreis
Ingenieurbüro: Idee Seeger
Verkehrsclub Deutschland