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Radko-Stöckl-Schule in Melsungen

Klimaschutztag an der Radko-Stöckl-Schule

29.10.2019

All days for future - Ideen, die im Alltag greifen

Am Freitag, den 25. Oktober 2019 fand erstmalig der vom Schwalm-Eder-Kreis ins Leben gerufene „Kreisweite Umwelttag“ zum Klimaschutz an der Selbstständigen Beruflichen Radko-Stöckl-Schule Melsungen (RSS) statt. Unterstützt wurde dieses Projekt durch das Staatliche Schulamt in Fritzlar. Seit 1997 ist die RSS Umweltschule und führt seit dieser Zeit jährlich Projekte zum Umweltschutz durch.

In diesem Jahr führte die Schule erstmalig einen kompletten Aktionstag durch. „Klimawandel, Verlust an Biodiversität, Plastikmüll in den Weltmeeren und Mikroplastik im eigenen Körper sind nur einige Schlagworte mit denen wir uns als Gesellschaft auseinandersetzen müssen. In diesem Zusammenhang steht auch die nationale Initiative Bildung für nachhaltige Entwicklung, mit der wir mit vielen schulinternen Projekten an ganz vielen Rädern drehen wollen“, erläutert Schulleiter Markus Gille und freut sich über das hohe Engagement des Kollegiums.

„Die Sensibilisierung der jungen Menschen und der Bevölkerung liegt uns hierbei sehr am Herzen“, erläutert Koordinator Reinhard Schmidt die Grundidee für die Projekte. In der Schule herrscht ein reges Treiben an verschiedenen Projekten. Ideen die im Alltag greifen und ein Beitrag zum Klimaschutz leisten ist das Motto von „all days for future“.

So werden in den Werkstätten Insektenhotels gezimmert, Vogelfutterstationen hergestellt, Papiersäcke aus nicht gelesenen Zeitungen hergestellt sowie die Mülltrennung in der Schule optimiert. „Mit den selbst entworfenen Logos zur Mülltrennung möchten wir andere Schüler animieren und ihnen bewusst machen, wie wichtig es ist, den Müll nicht unsortiert in eine Tonne zu werfen“, beschreiben Charleen Hollstein und Sophia Becher als angehende Industriekauffrauen ihre Ideen.

Der eigene ökologische Fußabdruck erstaunt die Lernenden der Fachoberschule Technik. Sie setzen sich mit dem eigenen Verbrauch an Ressourcen im täglichen Leben auseinander und schildern: „Es ist wirklich erstaunlich, dass die Menschen erst sehen müssen was passiert, bevor sie etwas im Sinne für die Umwelt unternehmen.“ Mit den Möglichkeiten der regionalen und nachhaltigen Energieerzeugung setzen sich die Schülerinnen und Schüler nicht nur am eigenen Technikhaus EnergiePLUS intensiv auseinander, sondern auch an den außerschulischen Lernorten, wie dem Wasserkraftwerk der Stadt Melsungen oder dem Wasserkraftwerk „Neue Mühle“ in Kassel. In anderen Lerngruppen wird sich mit dem Fleischkonsum und seinen Folgen beschäftigt. „Fleisch aus Übersee verursacht unnötiges CO2. Es ist umweltbewusster regionales Fleisch zu essen. Außerdem werden Regenwälder abgeholzt, um das Tierfutter nach Deutschland zu bringen“, so die Schüler Moritz Ritter und Daniel Scheming aus der Oberstufe der Fleischer.

Auch der Umweltschutz in den Logistikklassen zeigt eindrucksvoll welche Möglichkeiten die Branche bietet. Schüler der Berufsfachschule Wirtschaft und Verwaltung beschäftigen sich mit dem Thema - Gesundes Frühstück. „Es ist besser aus Glas statt aus Plastikflaschen zu trinken und beim Einkaufen sollte man darauf achten, nicht zu viel auf einmal zu kaufen, sondern nur, dass was man wirklich benötigt“, teilte Lukas Lessing mit.

Andere Lerngruppen pflanzen im Kichhöfer Holz zuvor ausgegrabene Wildlinge, um somit dem Patienten Wald direkt mit der Pflanzung von neuen Bäumen zu helfen. „Durch diese Zusammenarbeit mit Hessen-Forst möchten wir für unsere Schülerinnen und Schüler einen Bezug zur Region und der Stadt Melsungen herstellen“, berichtet Lehrer Thorsten Lotz die Motivation für die Aktivität mit der Fachoberschulklasse Wirtschaftsinformatik.

Auch das Einsammeln von Müll im Melsunger Stadtwald führte zu erstaunlichen Ergebnissen. „Wir hätten nie gedacht, dass in unserem Wald so viel Plastik herumliegt. Das sieht nicht nur unansehnlich aus, sondern hat auch erhebliche Nachteile für die Natur und uns Menschen“, führt Lehrerin Esther Gunreben abschließend aus.

Bild 1:

Erfolgreiche Klimaaktivsten der RSS präsentieren stolz ihre Ergebnisse.