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Radko-Stöckl-Schule in Melsungen

Wagner Motoren überreicht Dreizylinder an die Radko-Stöckl-Schule

22.11.2019

Freuen sich über den Viertakt-Dreizylindermotor der Firma Wagner Motoren aus Morschen (stehend v.l.): Markus Gille (Schulleiter RSS), Silas Pape, Bastian Arnold, Steven Salzmann (Auszubildende – erstes Ausbildungsjahr Kraftfahrzeugmechatroniker für Personenkraft-wagentechnik), Harald Wagner (Wagner Motoren Morschen). In der Hocke (v.l.): Thomas Kotulla und Thorsten Träger (Lehrkräfte Kfz)

Die Firma Wagner Motoren spendet der Selbstständigen Beruflichen Radko-Stöckl-Schule Melsungen (RSS) einen Motor incl. Ständer zur Ausbildungsförderung der Kfz-Mechatroniker. Dieser kann sowohl in der Werkstatt als auch im Theorieunterricht eingesetzt werden. Insbesondere der Aufbau als auch die Funktionsweise eines Polo-Viertakt-Dreizylindermotors mit Steuerkette können hierdurch visualisiert und den Lernenden handlungsorientiert vermittelt werden.

In diesem Zusammenhang präsentierten Auszubildende des ersten Lehrjahres den Motor in Anwesenheit von Herrn Wagner und nutzten diesen, um motorische Grundbegriffe, Bauformen und Bauteile zu erläutern. „Der Unterrichtsinhalt Motorinstandsetzung ist so nicht im Lehrplan vorgesehen“, berichtet Markus Gille, Schulleiter der RSS.

„Die Umsetzung der Motoreninstandsetzung ist für die Auszubildenden ein sehr interessantes Thema. So wird bei einem Motorschaden dieser komplett zerlegt, gereinigt und eine Generalüberholung des gesamten Aggregates durchgeführt. Zusätzlich müssen alle Teile auf Verschleiß geprüft werden und alle verschlissenen oder beschädigten Bauteile ausnahmslos ausgetauscht werden“, sagt Fachbereichsleiter Thorsten Träger, der sich sehr über die Spende freut. „Außerdem vermessen wir den Kurbeltrieb und erneuern die Lagerschalen. Zusätzlich werden die Ventilführungen geprüft. Auch Dichtungen, Steuerketten oder Zahnriemen müssen bei Bedarf erneuert werden“, ergänzt Auszubildender Steven Salzmann.

Die Firma Wagner Motoren aus Morschen hat sich als Motorinstandsetzer in den letzten Jahren zu einem Spezialisten in der Region entwickelt. „Angefangen hat alles in einer kleinen Garage bei den Großeltern“, so Geschäftsinhaber Harald Wagner.

„Leider gibt es den Ausbildungsberuf Motoreninstandsetzer/-in nicht mehr, sodass wir unsere Mitarbeiter speziell für das Themengebiet der Aggregateaufbereitung spezialisieren müssen.“ Aktuell beschäftigt er zehn Mitarbeiter sowie fünf Auszubildende (vier Kfz-Mechatroniker und einen Kaufmann für Büromanagement).