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Radko-Stöckl-Schule in Melsungen

Die HESA informiert: Eröffnung der Ausstellung „Fassadendämmung“ im Technikhaus Energie, Melsungen

Die Hessische Energiespar-Aktion (HESA) zeigt im Technikhaus Energie, Evesham-Allee 4, 34212 Melsungen, bis zum 12. April die Ausstellung „Fassadendämmung“. Die Ausstellung wird auch im Unterricht der Radko-Stöckl-Schule (Kompetenzzentrum für berufliche Bildung des Schwalm-Eder-Kreises) eingesetzt. Kostenloses Informationsmaterial ist vor Ort erhältlich.

Die Fassade verliert unter allen Bauteilen eines Hauses die meiste Energie im Winter. Besonders hoch sind die Wärmeverluste an unzureichend gedämmten Außenwänden. Die Wandinnenoberflächen ungedämmter Wände kühlen im Winter stark aus, was Feuchte- und Schimmelschäden enorm begünstigt. Energieeinsparungen von 15 bis 25 Prozent können durch die Dämmung der Fassade erzielt werden. Für die Dämmung der Außenwand beschreibt die Ausstellung vier verschiedene Systeme: Wärmedämmverbundsystem, Vorgehängte Fassade, Kerndämmung, Innendämmung. Die bauphysikalischen Vorteile gedämmter Wände werden dargestellt: Die Wandinnenoberflächen gedämmter Außenwände bleiben im Winter warm und  wirken somit der Bildung von  Kondensat und letzten Endes Schimmel entgegen.

 

Informationen zu Energieberatungsangeboten: www.energiesparaktion.de.

BAFA-Energieberaterliste für die geförderte „Vor-Ort-Energieberatung“: www.bafa.de bzw. www.energie-effizienz-experten.de.

Verbraucherzentrale Hessen unter: www.verbraucherzentrale-hessen.de.

Die Hessische Energiespar-Aktion, www.energiesparaktion.de, ist ein Angebot der Hessischen LandesEnergieAgentur (LEA).


Lernen mit dem Stromer

Schulleiter Hans Bernd Richter hat das neue E-Auto der Radko-Stöckl-Schule schon getestet. Er ist einmal durch den Stadtwald gefahren und war erstaunt, „wie viel Fahrspaß das macht“, sagte er bei der Übergabe des Kleinwagens, der komplett mit Strom fährt, an die Melsunger Berufsschule. Damit sollen die angehenden Kfz-Mechatroniker die neue Technik an Elektroautos lernen. Das Besondere: Das Auto wurde mit Preisgeld finanziert. 2014 wurde der Landkreis für das schuleigene Technikhaus EnergiePLUS mit dem Kommunalen Klimaschutz Preis ausgezeichnet. Die Stadt Melsungen hat den Kauf gefördert. Den Rest hat der Förderverein der Schule finanziert.


„Das Auto ist ein weiterer Puzzlestein im Gesamtkonzept der Beruflichen Schulen“, sagte Landrat Winfried Becker. Er dankte den Technik-Lehrern: Sie mussten nämlich eine Zusatzqualifikation für Hochvolt-Technik erwerben, wofür sie den Inhalt eines 400 Seiten dicken Ordners im Eigenstudium lernen und anschließend Prüfungen in Theorie und Praxis ablegen mussten. Nun sind sie auf dem neuesten Technikstand und können ihn an die Schüler weitergeben. „Hier beginnt Zukunft“, sagte Wolfgang Scholz, stellvertretender Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft und betonte die gute Zusammenarbeit von Schule und Ausbildungsbetrieben.


Die Hochvolttechnik ist ein wichtiger Ausbildungsbaustein für die angehenden Kfz-Mechaniker. Markus Gille Abteilungsleiter Technik an der RSS, gab ein Beispiel: „Wenn ein Auto auf der A 7 liegenbleibt und zu einer Autowerkstatt kommt, haben die Mitarbeiter dort oft ein Problem mit der neuen Technik.“ Erst seit einigen Jahren sind immer mehr Elektroautos in größerer Anzahl unterwegs – und deshalb ist die neue Technik mittlerweile Teil der Ausbildung zum Kfz- Mechatroniker. Kay-Henric Engel vom  Förderverein betonte, dass Bildung durch Anschauung und Mitmachen lebe, nicht nur durch Frontalunterricht. Weil das Auto auf den Verein zugelassen ist, kann es ausgeliehen werden: Das ist für Mitglieder des Fördervereins gegen eine Gebühr möglich. Alle anderen müssten dem Verein beitreten.


(Hessisch-Niedersächsische Allgemeine - Lokalausgabe Melsungen - erschienen 02.02.2016)